Ablauf einer Plasmaspende

Vor jeder Spende wird die Spendetauglichkeit festgestellt - sowohl im Hinblick auf die eigene gesundheitliche Verfassung wie auch im Hinblick auf eine mögliche Gefährdung für den Empfänger des Blutes oder seiner Bestandteile. Neben der Untersuchung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Puls-, Temperatur- und Blutdruckmessung, Körpergewicht) wird der Arzt dem Spender noch eine Reihe von Fragen stellen, z.B. nach bestimmten Erkrankungen und Infektionen in der Vergangenheit, und bestimmte Blutwerte im Labor feststellen lassen. Hierzu wird dem Spender vor der eigentlichen Spende der Hb-Wert gemessen. Erst wenn dieser so genannte Hb-Test in Ordnung ist und aus ärztlicher Sicht auch sonst nichts gegen eine Spende spricht, wird mit der Plasmaentnahme begonnen. Bevor die Spende zur weiteren Verwendung freigegeben wird, muss das Blut im Labor u.a. auf die Konzentration der körperlichen Abwehrstoffe untersucht werden.

Bei der Plasmaspende wir dem Spender wie bei der Vollblutspende eine bestimmte Menge Blut aus einer Armvene entnommen.
Im Unterschied zur üblichen Blutspende läuft das Blut hierbei jedoch in einem geschlossenen Kreislauf durch ein spezielles medizinisches Gerät, das direkt das Plasma von den Blutzellen trennt.

Während das Plasma in einem Beutel oder einer Flasche gesammelt wird, werden die zellulären Blutbestandteile in einer körperverträglichen Flüssigkeit dem Spender wieder zugeführt. Der medizinische Fachbegriff für diesen Vorgang, der etwa eine Stunde dauert, lautet Plasmapherese.

Das Verfahren wird 3-6 Mal durchgeführt, bis die gewünschte Gesamtentnahmemenge, die sich nach dem Körpergewicht des Spenders richtet, erreicht ist.
Da der menschliche Organismus alle Bestandteile des gespendeten Plasmas innerhalb von wenigen Tagen wieder gebildet hat, kann eine Plasmaspende bis zu zweimal pro Woche  im Mindestabstand von drei Tagen erfolgen. Die Laborwerte, die über die Spendehäufigkeit entscheiden, sind das sogenannte Gesamteiweiß und der Immunglobulin G Gehalt. Je nachdem wie schnell diese Werte nach einer Plasmaspende regeneriert werden, kann der Spender wieder Plasma spenden. Die Regenerationsgeschwindigkeit dieser Werte ist von Spender zu Spender sehr unterschiedlich. Die Meisten können jedoch mindestens einmal pro Woche spenden und die maximale Anzahl von 45 Plasmaspenden im Jahr ausschöpfen.  Im Unterschied zur Vollblutspende beeinträchtigt die Plasmaspende kaum den Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin).

JoomShaper